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Ein Angebot der Katholischen Kirche in Neunkirchen

Willkommen bei Momentum - Kirche am Center

Aktuelles aus dem Momentum

Veranstaltungsreihe "Auf ein Bier mit ..."

"Auf ein Bier mit ... Prof. Roberto Bartone, Richter am Finanzgericht des Saarlandes"

Am 30. Juni 2021 um 19:30 Uhr findet zum letzten Mal vor der Sommerpause die Veranstaltung: „Auf ein Bier mit ...“ statt. Gast an diesem Tag wird Prof. Bartone sein. Nach dem Wehrdienst absolvierte Prof. Bartone sein Jurastudium in Saarbrücken und leistete anschließend sein Referendariat. Er war bis nach der 2. Juristischen Staatsprüfung wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes und arbeitete danach zunächst in der saarländischen Finanzverwaltung. Seit dem Jahr 2000 ist er Richter am Finanzgericht des Saarlandes und war in den Jahren 2007 bis 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. An der Universität des Saarlandes lehrt Prof. Bartone seit über 20 Jahren im Fach Steuerrecht, seit dem Jahr 2013 als Honorarprofessor.

Die Veranstaltungsreihe „Auf ein Bier mit ...“ wird von der Katholischen Erwachsenenbildung Neunkirchen in Kooperation mit der Pfarrei St. Marien, der Citypastoral „momentum“ und dem Themenschwerpunkt „Arbeit“ des Bistums Trier angeboten. Immer am letzten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr unterhält sich Dr. Markus Seeger, Bildungsreferent bei der Katholischen Erwachsenenbildung, eine Stunde mit einem Gast bei einem Bier über seinen Beruf/ihre Berufung unterhalten. Es geht um die Fragen: Was zeichnet ein erfülltes Berufsleben aus? Welche Kriterien kennzeichnen einen Beruf, der Berufung ist? Wie sieht ein Alltag im flow aus? Gäste bislang waren der Zoodirektor aus Neunkirchen, Diakon Oswald Jenni von der
Pfarrei St. Marien, Anke Birk von der Buchhandlung König sowie Petra Hohnsbein vom Ambulanten Hospizdienst in Neunkirchen.

Normalerweise treffen wir uns zum Gespräch in einem Pub in Neunkirchen. Aufgrund der aktuellen Coronasituation ist derzeit noch nicht abzuschätzen, ob dies im Juni möglich ist. Bitte melden Sie sich bis 29. Juni 2021 unter www.keb-saarbruecken.de oder 0681/9068131 an. Nach der Anmeldung erhalten Sie dann die aktuelle Information beziehungsweise den entsprechenden Internetlink, sollte die Veranstaltung online stattfinden.

Segensfenster #liebegewinnt

Der Segen Gottes für alle Menschen ...

diesem Anliegen schließen wir uns im Momentum mit einem Segensfenster an. Unsere Hoffnungsträgerkarten waren auch in den beiden Segensgottesdiensten am 10. Mai in Furpach und Wiebelskirchen mit dabei.

#liebegewinnt

Unsere Dekanatskantorin, Melina Wack, hat ein tolles, ausdrucksstarkes Lied extra für diesen Tag komponiert.
Gerne mal reinhören

Familienpost aus St. Marien

Einmal im Monat senden wir Familien eine spannende und abwechslungsreiche Post inklusive Spiel, Spaß und Spannung für Groß und Klein zu.
Wer Interesse hat, diese Post zu bekommen, sendet bitte eine E-Mail an:

kerstin.leonhard(at)bistum-trier.de oder
peter.zillgen(at)bistum-trier.de
oder per Telefon im Pfarrbüro St. Marien: 06821-22140

Machen Sie gerne auch Familien in Ihrem Umfeld auf diese Aktion aufmerksam!

Herzliche Grüße
Euer Team „Familienpost“

weitere Informationen zur Familienpost | Webseite der Pfarrei St. Marien

Fachberatung im Momentum

Aufgrund der aktuellen Schließung des Momentums finden vor Ort keine Beratungsangebote statt.
Die Unterstützungsangebote unserer Kooperationspartner stehen Ihnen aber weiterhin telefonisch und online zur Verfügung:

Rückblick

Auf ein Bier mit ...

Petra Hohnsbein, Leiterin des ambulanten Hospizes St. Josef in Neunkirchen

Im nächsten Jahr wird die Gründung des ambulanten Hospizes durch das St. Josefskrankenhaus mit seinen verschiedenen Kooperationspartnern zwanzigjähriges Jubiläum begehen. Damit wurde die Idee der Hospizbewegung, die gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland Fuß fasste, aufgegriffen. Frau Hohnsbein war von Anfang an dabei und hat die ambulante Hospizarbeit für den Landkreis Neunkirchen mit aufgebaut. Zu Anfang mit einer halben Stelle und drei ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ausgestattet, entwickelte sich bis heute ein Team mit sieben KollegInnen im Haupt- und
vielen im Ehrenamt.

Schon als Kind hatte Frau Hohnsbein eine Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft. Wenn Ihr auch die Ausbildung für eine Bürotätigkeit vorgeschlagen wurde, hat sie sich bewusst und nachdrücklich für den Weg als Krankenschwester entschieden. Zweifel hatte sie an diesem Schritt keine – höchsten früher, als der Wochenenddienst bevorstand und mit privaten Plänen für den Freitag- oder Samstagabend kollidierte.
Menschen in einer Krankheitsphase ein gutes Wort geben, für sie da sein, sie be- und nicht missachten war ihre Motivation für die Berufswahl. Dann, vor 19 Jahren, verschob sich ihr beruflicher Fokus von der Pflege und Begleitung Kranker zur Begleitung von Sterbenden.

Weshalb kümmert sich Frau Hohnsbein seit nun beinahe zwanzig Jahre um Sterbende: „Ich tu das, weil das ist…so eine sinnvolle Aufgabe, Menschen am Lebensende zu begleiten,…mitzutragen,…das Leiden zu lindern,…das zu tun, was der Sterbende will“. Begleitung von Sterbenden heißt zunächst, auch im organisatorischen Bereich für den Betroffenen und seine Angehörigen da zu sein, Möglichkeiten der Unterstützung zu eröffnen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ein Sterben so möglich ist, wie der Betroffene es sich vorstellt und es gleichzeitig die Angehörigen mittragen können. Im pflegerisch-medizinischen Bereich heißt es auch ganz praktisch, Therapien zur Schmerzminderung zu ermöglichen.
Beim Gespräch mit Menschen im Sterbeprozess geht es in der letzten Lebensphase auch um sehr persönliche Themen. Oft werden dabei weniger Fehler, die im Laufe des Lebens geschehen sind, bereut, als vielmehr das, was sie nicht getan wurde, Chancen, Gelegenheiten, die ungenutzt blieben.

Nicht selten stehen auch Beziehungen zu anderen Menschen im Mittelpunkt der Gespräche: ungeklärte Konflikte zu nahen Familienangehörigen, verlorene Kontakte zu engen Freunden. Dass Beziehungen wieder gelingen, Kontakte wieder aufgenommen werden, zählt für Frau Hohnsbein zu den Highlights ihrer Tätigkeit. Wenn Menschen leiden müssen, da sie medikamentös noch nicht ausreichend versorgt sind oder persönliche Verlusterfahrungen sind Tiefpunkte ihres beruflichen Lebens. Gespräche mit ihrer Familie, mit den Kollegen, Supervision aber auch Aufenthalte in der Natur helfen ihr in diesen Phasen.

„Ich habe es bisher keinen Tag bereut“

Frau Hohnsbein wusste früh, in welche Richtung sie ihr beruflicher Weg führen sollte. Würde sie heute von einem 17-jährigen gefragt, wie man seinen Weg finden kann, wäre ihre Empfehlung, sich verschiedene Bereiche anzuschauen und bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium nicht zu vergessen, es gibt auch eine zweite Chance: man kann auch später umsteuern, etwas Neues beginnen. Dies würde sie auch einem 40-jährigen in einer Berufungskrise mit auf den Weg geben: nicht einfach weiter zu gehen, wenn man unglücklich ist, sondern Chancen ergreifen und neue Möglichkeiten nutzen. Sie selbst hat in diesem Alter den Weg in die Hospizarbeit eingeschlagen.

„Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.“

Petra Hohnsbein strahlt eine faszinierende Überzeugung für ihren Berufsweg aus. Nicht einmal ein Koffer voller Geld könnte sie dazu bewegen, ihren Beruf aufzugeben. Es wirkt wie eine Zusammenfassung des Gesprächs, wenn Frau Hohnsbein auf die Frage antwortet, welchen Satz sie auf eine Plakatwand am Stummplatz schreiben würde: „Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.“ (Pestalozzi)

Text: Dr. Markus Seeger, KEB Saarbrücken (Außenstelle Neunkirchen)

Hier kann das Gespräch angeschaut werden:
4. Folge "Auf ein Bier mit ..." Petra Hohnsbein