Ein Angebot der Katholischen Kirche in Neunkirchen

Willkommen bei Momentum - Kirche am Center

vorübergehende Schließung

>> Zu ihrem Schutz bleibt das Momentum - Kirche am Center vorübergehend geschlossen <<

Um einer weiteren Ausbreitung der COVID-19 Pandemie entgegenzuwirken, haben wir uns entschlossen, das „Momentum – Kirche am Center“ vorübergehend geschlossen zu halten.
Bis auf Weiteres entfallen daher leider auch alle Beratungsangebote und Veranstaltungen. Sobald es die Lage erlaubt sind wir wieder für sie da. Wir halten sie auf der Homepage auf dem Laufenden.

Bleiben sie gesund.

Ihr Momentum Leitungsteam

Die Unterstützungsangebote unserer Kooperationspartner stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung:

Aktuelles aus dem Momentum

Das Momentum trauert um Dr. Gundo Lames

Am 1. April 2020 ist Dr. Gundo Lames im Alter von 62 Jahren verstorben. Alle  Ideen, Projekte und Initiativen brauchen Menschen die mit Kraft, Weitsicht und Vertrauen ermutigen und helfen „Schritte in die Zukunft“ der Kirche zu wagen. Das Projekt MOMENTUM – Kirche am Center ist ohne seine „Fürsprache“ im Hintergrund nicht denkbar. Wir sind dankbar für diese visionäre Erfahrung, die uns anspornt, Kirche in der Gesellschaft von Heute zu gestalten.

Das Leitungsteam, MOMENTUM – Kirche am Center

Nachruf Dr. Gundo Lames - Bistum Trier

„Auf Augenhöhe - Gesichter der Armut“ | 12.03.2020

Wenn das Leben einen Strich durch die Rechnung macht

Artikel von Anja Kernig, Saarbrücker Zeitung vom 18.03.2020

„Er hat uns einfach als Mensch gesehen.“ Wie Beate das sagt, klingt es nach etwas Kostbarem, Außergewöhnlichem, das ihr und den andere Modellen von Fotograf Pasquale D’Angiolillo entgegen gebracht wurde – und nicht nach einer absoluten Selbstverständlichkeit.

Die zierliche Frau mit dem ausdruckstarken, vom Leben gezeichneten Gesicht lebte selbst 25 Jahre auf der Straße. Wohin sie aus unvorstellbaren familiären Verhältnissen mit Schlägen und Vergewaltigung geflohen war. „Auf der Straße habe ich mich sicherer gefühlt als zu Hause.“ Sie selbst hilft anderen – über 20 Jahre arbeitet Beate nun schon in der Wärmestube und ist dort mittlerweile angestellt. Der Friedrichsthaler Fotograf hat sie und 13 weitere Frauen und Männer porträtiert – Menschen, für die unsere Gesellschaft oft nur noch Verachtung übrig hat. Würde und Anerkennung verliert schnell, wer in existentieller Armut lebt. Pasquale hielt da bewusst gegen: „Ich habe mit Respekt fotografiert.“ Ähnlich wie bei einer Liebschaft, aus der nichts geworden ist, fragte er sich, was aus diesen 14 Personen geworden wäre, wenn sie denn bessere Chancen gehabt hätten. „Ich traue jedem einzelnen von ihnen so viel zu.“

Nein, es war kein schönes und auch kein einfaches Thema, das die Besucher trotz Corona-Krise in großer Zahl auf Einladung der Stadt und Quartiersmanagerin Albena Olejnik in die Brückenstraße geführt hatte. Aber ein wichtiges, daran ließ Bürgermeisterin Lisa Kühn keinen Zweifel. „Auch in unserer Stadt gibt es Armut“, erklärte sie mit Verweis unter anderen auf den „Postpark“. Wobei sich das „Phänomen Armut“ sehr viel subtiler darstellt: „Denken Sie an den verklausulierten Begriff der sogenannten bildungsfernen Schichten“. Charakteristisch für diese ist, dass in Deutschland soziale Ungleichheit nach wie vor vererbt wird. „Der Lebensweg eines Kindes darf aber nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, so Lisa Kühn. Denn das ist alles andere als fair.

Abhilfe schafft der Zugang zu Bildung, die „das beste Mittel gegen Armut“ sei: „Daher bauen wir in Neunkirchen den frühkindlichen Bildungsbereich aus.“ Wichtig ist aber auch: die eigenen Augen nicht zu verschließen. „Die Fotoausstellung ist ein wichtiger Beitrag, um das Tabu aufzubrechen.“ Wobei das Mittel so einfach wie genial sei: „Was könnte treffender sein, um Armut sichtbar zu machen“, als von Armut Betroffene zu zeigen. Allerdings erfordert genau das enormen Mut von den Menschen vor der Kamera. Wofür den Porträtierten ein dickes Dankeschön und sehr viel Respekt gebührt. „Sie sind die Stars“, betonte auch Moderator Norbert Klein. Er ermunterte Beate, Jürgen und Stephan immer wieder dazu, von sich zu erzählen. Stephan, der an Schizophrenie leidet, war erst durch bereits entstandene Porträts zum Projekt gestoßen: „So will ich auch mal fotografiert werden“, das gab den Ausschlag für sein Mitwirken. „In den Jahren meiner Krankheit habe ich mich fast unsichtbar gefühlt.“ 

Von Klein gefragt, was für ihn „das Demütigendste an dieser Ausgrenzung“ gewesen ist, denkt Jürgen weniger an sich. Trotz seiner eigenen Not kümmerte er sich ehrenamtlich um andere. In der Abschlussrunde, in der alle ihre Wünsche zum Ausdruck bringen sollten, meinte er: „Ich erwarte eigentlich nur eines: Empathie.“ Und Wolfgang Edlinger, Vorsitzender der Saarländischen Armutskonferenz, ergänzte: „Das Thema Würde muss wieder größere Bedeutung haben.“

Programm erste Jahreshälfte 2020

Unsere neue Kollegin im Leitungsteam Momentum. Herzlich willkommen!

Als neue Mitarbeiterin darf ich Ihnen heute das neue Programm 1/2020 vorstellen und Sie einladen, einmal durchzustöbern, welche Vielfalt an Veranstaltungen das bunte Leben im „Momentum – Kirche am Center“ und darüber hinaus bereithält. Mein Name ist Jennifer Schmitt und ich freue mich, gemeinsam mit allen im Momentum Engagierten, seit August 2019 diesen „Ort von Kirche“ als Hauptamtliche mitgestalten zu können. Das Momentum ist für mich von Anfang an ein außergewöhnlicher Ort. An ihm kommen so unterschiedliche Menschen mit ihren Tagesritualen, Anliegen und Ideen zusammen und begegnen sich gegenseitig mit offenen Ohren und weitem Herzen. Dieses zweckfreie „Da-Sein-Dürfen“ für jeden Gast bildet die wertschätzende Grundatmosphäre und den „Schatz“ des Momentums. Zahlreiche Gespräche durfte ich selbst bereits führen, in denen ich immer den Eindruck hatte, dass es bereichernde und intensive Zeiten waren, die sowohl mich wie auch meine GesprächspartnerInnen erfüllt haben. Diese menschlichen Begegnungen, die ohne Termin oder Planung täglich im Momentum geschehen, und die Hinwendung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zu den Besuchern, macht für mich das Momentum an der Bliespromenade zu einem besonderen und wertvollem „Ort von Kirche“. Hier ist täglich zu spüren, was es heißt, eine Kirche für und mit den Menschen zu sein. So wünsche ich uns viele kommende Momente, um füreinander da und ansprechbar zu sein, um so mit Ihnen gemeinsam die Zukunft des Momentums in der Innenstadt von Neunkirchen zu gestalten. Ich freue mich auf die kommende Zeit und die vielen Begegnungen bei der ein oder anderen Veranstaltung. Ein herzliches Willkommen auch allen in der künftigen Pfarrei der Zukunft Neunkirchen, die Sie heute das Momentum durch unsere Flyer kennenlernen.

Jennifer Schmitt,
Pastoralreferentin im Leitungsteam „Momentum – Kirche am Center“

Hier finden Sie das aktuelle Momentum-Programm:

Aktionen und Veranstaltungen im Momentum 1. Jahreshälfte 2020